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Die Welt der Tiere ist spannend manchmal auch ganz besonders. In Rheinland-Pfalz beobachten die Mitarbeiter eines Greifvogelparks, in Saarburg, eine Familienkonstellation der ganz besonderen Art. Hier hat nämlich ein Uhu-Weibchen die Küken eines Huhns angenommen und drei Wochen lang ausgebrütet.
Doch nicht nur das. Als die kleinen Küken endlich geschlüpft sind, nahm sie die Uhu-Mama als ihre eigenen Kinder an. Die Baby-Küken und die Uhu-Mama verstehen sich prima, so der Leiter des Parks, Wolfgang Klotzbücher.
Die Uhu-Dame, die schon 14 Jahre alt ist, hatte bislang noch keine Chance gehabt, sich als Mama zu beweisen. Sie ist von Menschen aufgezogen worden und sieht sich eher den Menschen zugehörig als den Uhus. Aufgrund dessen würde sie einen männlichen Uhu nie zu nah kommen. Trotz alledem legt sie jedes Jahr zur Brutzeit Eier, die sie behütet und versucht auszubrüten. Doch es passiert nichts und das nicht für die Uhu-Dame stets unbefriedigend gewesen. Deswegen hatten die Betreuer die Idee mit den Küken und siehe da, nun, da sie ihre kleinen Babys hat, kümmert sie sich rührend um den Nachwuchs.
Ihre Pfleger hätten jedoch nicht gedacht, dass sich Flo, so heißt, das Uhu-Weibchen, um die Kleinen, auch nach dem Schlüpfen, kümmern würde. Deswegen wollten sie ihr die Küken kurz nach dem Schlüpfen wieder wegnehmen, doch als die Betreuer den unglücklich Blick von Flo sahen, liessen sie ihr die Küken. Normal ist das nicht gerade, denn in den meisten Fällen hätte Flo die Küken nach dem Schlüpfen gefressen. Uhus essen alles, was ihnen unter den Schnabel kommt. Doch Flo reagierte keinesfalls aggressiv auf die Küken.
Wie sich die Familie weiterentwickeln wird, bleibt offen. Doch sind sie beisammen und genießen ihre Zeit. Die Pfleger haben keine Vergleichsmöglichkeiten, denn dies ist die einzige Zusammenstellung von Greifvögeln und Hühnern, die weltweit funktioniert.
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