Dass in der Pfalz Feigen angebaut werden, sorgte kürzlich in der Presse für Furore.
In diesem Jahr wurden bereits einige Früchte geerntet. Leider habe das kühle Wetter gegen Ende des Monats Juli dazu beigetragen, dass ein größerer Reifeschub verhindert wurde.
Experten hoffen jedoch auf Hitzewellen im August, Ein paar heiße Tage würden bereits ausreichen, um die Ernte voran zu treiben.
Etwa zwei Monate lang würden die Früchte dann von den Bäumen gepflückt werden. Nun finden bald die „Pfälzer Feigenwochen“ statt, zu denen die Initiative „Pfalz.Marketing“ herzlich einlädt. Hier können die süßen Früchte gekostet und natürlich auch gekauft werden.
Die Pfalz ist das feigenreichste Gebiet Deutschlands. Hier wachsen aufgrund des recht mediterranen Klimas rund 50.000 Feigenbäume und auch Feigensträucher. Nach Schätzungen des Ernteverbandes würden jährlich 80.000 Kilo Feigen geerntet werden.
Allerdings gibt es keinen Handel im größeren Stil oder erwerbsmäßigen Anbau: nur die heimische Gastronomie verarbeitet die Pfälzer Feigen. Der Rest wird von Privatpersonen verspeist.
In diesem Jahr soll wieder eine stattliche Menge von den Bäumen geholt werden. Vor allem in geschützteren Gebieten seien bereits Früchte reif. In diesem Jahr sei auch die Größe der einzelnen Früchte beachtlich, denn die hohe Wärmesumme ließ sie prächtig gedeihen.
Leider haben strenge Winterfröste wie im letzten Jahr aber auch Teile der Ernte beschädigt. Besonders freistehende Pflanzen seien völlig heruntergefroren. Auf deren Ertrag ist in diesem Jahr also nicht zu spekulieren.
Es gibt in der Pfalz 12 ausgewählte Restaurants, die die Süßfrucht auf ihrer Speisekarte anbieten. Sie alle nehmen an den Pfälzer Feigenwochen teil und lassen dort ihre Gerichte probieren. Wen es also schon immer mal in die Pfalz lockte, der hat nun einen schönen Anlass gefunden, sich das Gebiet einmal anzuschauen, in dem „Feige sein“ keine Schande ist.
