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Die Weichen sind gestellt, nun geht es in die zweite Phase. Das Land will sich in den kommenden Wochen intensiv mit Bürgern, Verbänden und Kommunen über ihre Pläne unterhalten. Dann soll eine Entscheidung fallen. Ein genauer Termin steht aber noch nicht.
Ein Naturpark bedeutet eine Naturlandschaft, die weitestgehend sich selbst überlassen wird. Rund drei Viertel der Fläche eines Nationalparks müssen ungenutzt bleiben. Wandern, Reiten und Mountain-Bike-Fahren darf man aber trotzdem. Wenn der Hunsrück zum Nationalpark wird, wäre dies der erste in Rheinland-Pfalz. In ganz Deutschland gibt es 14 Nationalparks. Auch das Bundesamt für Naturschutz begrüßt die Pläne und zeichnete die Region um den Hunsrück auch als „Hotspot“ aus, also als besonders schützenswerte Naturlandschaft. Denn vor allem im Hochwald kommen viele Pflanzen und Tiere zusammen, die teils schon vom Aussterben bedroht sind. Eine solche biologische Vielfalt findet sich selten.
Die genaueren Pläne von Rheinland-Pfalz sehen vor, rund 7.000 Hektar im eigenen Bundesland mit einem Buchenwaldanteil von 60 Prozent und Naturschutzgebiete von etwa 660 Hektar in den Nationalpark zu verwandeln. Kommt der Zipfel des Hunsrücks auf saarländischem Gebiet noch dazu, wären das bis zu 8.500 Hektar geschützte Fläche. Mit den Plänen denkt die Politik auch an die Holzindustrie, denn größere Fichtenbestände werden bewusst ausgeklammert.
Der Prozess der Aufklärung und Information ist völlig ergebnisoffen. Ob es also zum Nationalpark kommt und in welcher Form, steht quasi noch in den Sternen. Wer aber für oder gegen den Park aktiv werden will, der sollte langsam mal anfange.! Man darf gespannt bleiben, ob Deutschland bald seinen 15. Nationalpark begrüßen darf.
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