Written on November 4th, 2011 at 11:06 am by

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Helmut Kohl ist 1930 in der bayerischen Stadt Ludwigshafen geboren worden. Nun liegt aber Ludwigshafen in der Rheinland-Pfalz. Allerdings gehörten große Teile davon bis zur Auflösung durch die Nationalsozialisten zu Bayern. Diese Verbindung geht sehr weit zurück. Die Wittelsbacher wurden bereits 1214 mit der Rheinischen Pfalzgrafschaft belehnt. Diese Verbindung hielt nicht sehr lange an, da schon 1329 wieder eine Teilung stattfand. Dafür verantwortlich war der Hausvertag von Pavia, welcher vorsah, dass Ludwig der Bayer Oberbayern und Gebiete nördlich von Regensburg erhält und den Erben seines Bruders Rudolf Rheinlandpfalz und große Teile der heutigen Oberpfalz zugesprochen werden.

Seitdem hatten Bayern und die Pfalz keine Verbindung. Bayern blieb katholisch und die Kurpfalz entwickelte sich zu einer bedeutenden evangelischen Macht, vor allem Heidelberg und Mannheim waren Protestanten-Zentren. Im 17. Jahrhundert machten die Herrscher der Pfalz jedoch den Fehler, die böhmische Krone erlangen zu wollen. Das trug unter anderem dazu bei, dass der Dreißigjährige Krieg seinen Lauf nahm und die Pfalz dabei fast ein Ende nahm. Nach dem Krieg kamen dort wieder die Wittelsbacher an die Macht, die Pfalz war aber nie wieder so stark wie davor. 

1777 starb die Münchener Linie der Wittelsbacher aus und Bayern fiel an die Pfalz (und umgekehrt). Als Napoleon in Frankreich an der Macht war, erlangte er viele Gebiete von Pfalz-Baiern, die Kurpfalz gehörte damals mit großen Teilen zu Frankreich. Der Wiener Kongress sorgte dafür, dass die linksrheinischen Gebiete wieder zurück erlangt wurden, Mannheim fiel – wie einige andere Gebiete rechts des Rheins – allerdings an Baden. 

Die Nationalsozialisten setzten der bayerisch-rheinischen Geschichte ein jähes Ende, heute erinnern hauptsächlich noch kirchliche Strukturen an die ehemalige Einheit. 

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