Geschrieben am 20.Januar 2012 um 12:23 von

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Überseemuseum Bremen ©  Fotolia.com

Überseemuseum Bremen © Fotolia.com

Ein ganz besonderes und ziemlich ungewöhnliches Museum in den Oberalpen ist das Auswanderermuseum. Idee hinter so einem Museum ist, mit Exponaten und Schautafeln den Weg von Auswanderen von Behördenbesuchen, über die Fahrt bis hin zur Ankunft und Siedlung zu verfolgen. Die meisten Auswanderer zog es nach Nordamerika. Beleuchtet wird eine Zeitspanne von etwa 300 Jahren, in denen sich besonders viele Menschen auf den Weg in die “neue Welt” machten. Betreut wird das Museum von zwei Experten vom Auswanderermuseum in Bremen, sowie durch einen Spezialisten vom Institut Geschichte und Volkskunde aus Kaiserslauten.

Das Museum in Oberalpen wird lediglich von ehrenamtlichen Helfern betreut und hat deswegen auch nur kurze Öffnungszeiten. Jeden ersten und dritten Sonntag im Monat haben Interessierte die Möglichkeit, von 14 bis 17 Uhr einen Blick in die Sammlung zu werfen. Doch auch per Vereinbarung können Termine etwa für unter die Woche abgemacht werden. Eine Cafetaria bietet eine Gelegenheit zum Café, angeregten Gesprächen und die “Auswannererknepp” zu probieren: Eine Mahlzeit aus Specksoße und Sauerkraut.

Das Museum hat seinen Platz in der alten Glicherpeterschen Scheune. Diese stammt aus 1750 und wäre beinahe völlig abgerissen worden, wäre nicht die Idee des Auswanderermuseums geboren worden. Seit Ende 1993 gibt es das Museum schon – und ein Ende ist zum Glück nicht in Sicht.

Auch das bereits erwähnte Museum in Bremen befasst sich mit der Auswanderung vieler Deutscher in die USA. Es liegt unmittelbar gegenüber dem Zoo am Neuen Hafen – also mit Meerblick. Im Jahr 2007 wurde das Museum als “Europäisches Museum des Jahres” ausgezeichnet, da es hervorragend gelinge, die Emotionen, die hinter geschichtlichen Ereignissen steht, aufleben zu lassen. Damit sich der Besuch des Auswanderermuseums in der Hansestadt auch wirklich lohnt, empfiehlt sich natürlich eine Übernachtung in Bremen.

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